· Pressemitteilung

2024 über 3.100 Blutkonserven für Kranke und Verletzte

BERCHTESGADENER LAND (ml) – Das Rote Kreuz verzeichnet im Berchtesgadener Land fürs vergangene Jahr eine im Vergleich zum Vorjahr weitgehend gleichbleibende Spendenbereitschaft in der Blutspende: Bei 24 Terminen betreuten der Blutspendedienst des Salzburger Roten Kreuzes und die Ehrenamtlichen der örtlichen BRK-Bereitschaften Ainring, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Teisendorf 3.374 Blutspender, die 3.104 Konserven für schwer Kranke und Verletzte spendeten, wobei im Verhältnis zur Einwohnerzahl nach wie vor auffällig mehr Menschen auf dem Land regelmäßig zur Blutspende gehen als in der Stadt.

Bei drei Terminen in Anger haben 259 Spender (6,1 Prozent der spendefähigen Bevölkerung) 235 Konserven gespendet, bei ebenfalls drei Terminen in Ainring 251 Spender (2,6 Prozent) 220 Konserven, bei weiteren drei Terminen in Bad Reichenhall 461 Spender (1,6 Prozent) 426 Konserven, bei vier Terminen in Freilassing 415 Spender (1,8 Prozent) 372 Konserven, bei zwei Terminen in Laufen 232 Spender (1,8 Prozent) 212 Konserven, bei drei Terminen in Teisendorf 415 Spender (4,5 Prozent) 381 Konserven und bei sechs Terminen für den gesamten inneren Landkreis in Berchtesgaden 1.341 Spender (6,7 Prozent) 1.258 Konserven.

 Jeder braucht es, aber nur wenige machen es
Trotz zahlreicher Versuche der Medizin und der Pharmaindustrie ist es bisher nicht gelungen, Spenderblut künstlich herzustellen. Mit jeder Blutkonserve bekommen bis zu drei Patienten wieder die Chance auf ein Weiterleben. Laut Statistik sind 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben auf eine Blutkonserve angewiesen. 94 Prozent der Deutschen halten Blutspenden für wichtig, aber leider nur drei Prozent der Bevölkerung spenden tatsächlich. Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene zwischen dem 18. und einen Tag vor seinem 70. Geburtstag.

Die Blutgruppe O negativ gilt als so genanntes Notfallblut, das es jeder Patient verträgt. Die Blutgruppen A und O sind besonders wichtig, da sie am häufigsten in der Bevölkerung vertreten sind. 19 Prozent der Blutkonserven werden für die Behandlung von Krebspatienten eingesetzt, 16 Prozent bei Magen- und Darmerkrankungen und zwölf Prozent brauchen Unfallopfer. Spenderblut wird auch bei Operationen und Therapie-Behandlungen wie bei Leukämie-Patienten eingesetzt.

Kostenloser Gesundheitscheck inklusive
Wer Blut spendet, profitiert immer auch selbst, da das Rote Kreuz beim Termin Blutdruck, Puls und Körper-Temperatur unter die Lupe nimmt und den Hb-Wert misst. Zum anderen wird nach jeder Spende das Blut im Labor auch auf verschiedene Krankheitserreger und Auffälligkeiten untersucht. Entspricht ein Blutwert nicht der Norm, wird der Spender drüber informiert und kann anschließend seinen Arzt aufsuchen. BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz und Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter danken dem Blutspendedienst des Salzburger Roten Kreuzes für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und den Mitarbeitern der Gemeinden und Pfarrämter für die Unterstützung und meist kostenlose Bereitstellung ihrer Räume: „Im Namen aller auf Blut angewiesenen Patienten vor allem auch ein herzliches Dankeschön an die vielen treuen Blutspender und Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften im Landkreis!“

Der Leitspruch von BRK-Chefarzt Dr. Franz Leipfinger lautet: „Nur eine Stunde investierte Zeit kann das Leben eines anderen Menschen retten und ihn viele Jahr lang weiterleben lassen! Wenn jeder etwas gibt, ist im Notfall auch für jeden etwas da!“ Die nächsten Möglichkeiten Blut zu spenden sind am Montag, den 7. April von 15 bis 20 Uhr im Reichenhaller Pfarrheim Sankt Zeno und am Freitag, den 11. April von 16 bis 20 Uhr in der Aufhamer Grundschule.