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Einsatzkräfte suchen am Hochkalter mit Heli & Recco-Boje nach vermisstem 24-Jährigen

RAMSAU BEI BERCHTESGADEN/FORST HINTERSEE – Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei nutzen seit Mittwochvormittag das tendenziell bessere Wetter zur Suche nach dem vermissten 24-Jährigen (wir berichteten) und fliegen das mutmaßliche Einsatzgebiet am auf der Westseite des Gipfelgrats per Heli und Recco-Boje am Lastenseil ab. Seit kurz nach 9 Uhr in der Früh ist die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 2“ mit einem Recco-Operator der Bergwacht Ramsau unterwegs, wobei die Einsatzkräfte kurz nach 10 Uhr ein deutliches Signal in knapp unter 2.500 Metern Höhe orten konnten. Der Heli setzte dann dort nach einen Tankstopp gegen 11.20 Uhr per Winde zwei Bergetter mit einem Recco-Handsuchgerät ab, die die Signalquelle im Gelände weiter eingrenzten, mit der Lawinensonde im Schnee ansondierten und ausgruben, wobei es sich dann nur um einen abgestürzten Wetterballon handelte; diese Ballons sind mit Halbleitern für das Funk-Modul ausgestattet, von denen das Recco-Signal reflektiert wird.

Die Suche wird nach derzeitiger Einschätzung bis es am Abend dunkel wird weiter fortgesetzt, wobei aktuell umherziehende Wolken immer wieder vorrübergehend verhindern, dass der Heli am Berg geländenah fliegen kann. Seit Mittag steht auch ein zusätzlicher großer Transporthubschrauber der Bundespolizei in der Ramsau, der je nach Lageentwicklung mehrere Bergretter gleichzeitig auf dem Hochkalter fliegen und mit der Winde absetzen könnte. Einsatzkräfte der Bergwachten Ramsau und Berchtesgaden stehen komplett mit Eisgerät und Lawinen-Notfallausrüstung an der Wache bereit, um bei einer Ortung sofort die Rettung durchführen zu können.

Video von der Suche: https://we.tl/t-Zsbptc0Pwt

Update 16.45 Uhr:
Am späten Nachmittag wurde bei der Suche am Hochkalter der Rucksack des Vermissten gefunden; da der Einsatzbereich wieder von Wolken umhüllt ist, können vorerst keine weiteren Bergretter zum Einsatzort geflogen werden.