· Pressemitteilung

Mangelnde Skitechnik beim Eignungstest am Jenner und außergewöhnlich gut vorbereitete Anwärter bei der Winterprüfung am Roßfeld

BERCHTESGADEN/SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE (ml) – Die Bergwacht-Region Chiemgau hat im Februar ihren Eignungstest für Anwärter am Jenner und ihre Prüfung in der Winterrettung am Roßfeld absolviert und dabei mit Unterstützung der beiden Wintersportgebiete dem allgemeinen Schneemangel und der meist frühlingshaften Witterung getrotzt. Das sehr gute Ergebnis bei der Winterprüfung ist für Regionalausbildungsleiter Christian Auer das schönste Abschiedsgeschenk zum Ende seiner fast zehnjährigen Dienstzeit. „Wir möchten uns alle recht herzlich bei ihm für das viele Herzblut bedanken, das er in die Aus- und Fortbildung von hunderten Anwärtern und aktiven Einsatzkräften investiert hat!“, lobt Regionalgeschäftsführer David Pichler.

Schwächen in der Skitechnik am Jenner
Bei sehr schönem Wetter gingen am 9. Februar am Jenner 23 Anwärter an den Start, darunter vier Wiederholer in der Skitechnik. Sieben fielen wegen mangelnder Skitechnik durch, auf die die Bergwacht deshalb besonders Wert legt, da die späteren Einsatzkräfte bei Rettungen auch im schwierigen Gelände mit schwerem Gepäck sicher zum Patienten an der Unfallstelle abfahren und ihn dann auch mit dem Akja abtransportieren können müssen. Die Regionalausbildungsleitung und die zwölf anwesenden Prüfer bedauern, dass sich die Tendenz der letzten Jahre weiter fortsetzt und vermuten die Ursache in den wiederholt schneearmen Wintern und fehlendem Training beim Skifahren mit Rucksack im alpinen Gelände, wobei manchmal die Skitourenerfahrung sogar komplett gefehlt hat. „Herzlichen Dank an alle ehrenamtlichen Prüfer des Lehrteams der Bergwacht-Region Chiemgau, an Thomas Mühlthaler und die Jennerbahn für die gute Zusammenarbeit und ans Bräustüberl Berchtesgaden für die Verköstigung!“, lobt der stellvertretende Regionalleiter Michi Holzner.

Deutlich besser sah es dann am 23. Februar bei der Winterprüfung am Roßfeld aus: Bei bedecktem Himmel und leichtem Nieselregen stellten sich 20 umfangreich und außergewöhnlich gut ausgebildete Anwärter den Aufgaben, darunter auch drei Wiederholer, wobei 19 bestanden und nur einer beim Aufziehen des Akjas im Steilgelände mittels Schweizer Flaschenzug durchfiel. „Die Anwärter waren bei dieser Winterprüfung ausschließlich gut auf die insgesamt enorm schnell absolvierte Prüfung vorbereitet, gingen bei der Verschüttetensuche sehr strategisch vor und konnten mit fundiertem Fachwissen und handwerklicher Rettungskompetenz punkten!“, freut sich Holzner, der den anwesenden 15 Prüfern und den vielen Ausbildern und Kameraden in den örtlichen Bergwachten dankt, die den Neuen so viel beigebracht haben. Seit ein paar Jahren bieten einige Bergwachten bereitschaftsübergreifende Prüfungsvorbereitung an, die von den motivierten Anwärtern gerne angenommen wird, darunter Ausbilder Christian Schmitz von der Bergwacht Bergen. Holzner: „Vielen Dank an die Skilifte Roßfeld und Josef Schaupp für die gute Zusammenarbeit und an den Berggasthof Pechhäusl für die Verköstigung! Ebenfalls Danke an die Bergwachten Berchtesgaden, Marktschellenberg und Altötting und die Skiwacht für die Unterstützung bei den Vorbereitungen!“