· Einsätze

Urlauberpaar sitzt im Steilhang zwischen der Weißbachschlucht und der Deutschen Alpenstraße fest

SCHNEIZLREUTH/Weißbach an der Alpenstraße – Die Reichenhaller Bergwacht war am Samstagnachmittag für eine 31-jährige Frau und einen 35-jährigen Mann aus Sachsen im Einsatz, die unverletzt im steilen Bergwald zwischen der Weißbachschlucht und der Deutschen Alpenstraße festsaßen; das Urauber-Duo war von der Geislersäge in Weißbach aus losgegangen und wollte dann wegen der schlechten Wegverhältnisse in der der Schlucht kurz nach er Einmündung des Höllenbachs frei zur Bundesstraße aufsteigen, was zunächst auch gelang, aber letztlich wegen der nicht überwindbaren mehrere Meter hohen Stützmauer der Alpenstraße dann doch scheiterte.

Als gegen 16.30 Uhr der Notruf einging, da sich das Paar auch nicht mehr in die Schlucht absteigen traute, war die Bergwacht gerade bei einer Übung, die sofort abgebrochen wurde. 17 Einsatzkräfte machten sich auf die Suche nach dem zunächst nicht genauen Einsatzort und bereiteten sich auf eine aufwendige Rettung aus dem Steilhang vor, fanden das Duo dann aber schnell, da es unterhalb der Mauer mit einer auf einem Stock gehaltenen orangefarbenen Mütze auf sich aufmerksam machte. Die Einsatzkräfte sicherten beide in Rettungssitzen, zogen sie im Mannschaftszug seilgesichert zur Bundesstraße hoch und fuhren sie zu ihrem Hotel zurück, wobei alle gegen 18 Uhr wieder an der Wache waren.

Verstiegene im  südlichen Lattengebirge
Bereits an Silvester war gegen 14.30 Uhr ein Notruf aus dem südlichen Lattengebirge eingegangen, wo zwei einheimische Bergsteiger zwischen Karkopf und Törlkopf im Schnee den Verlauf des Sommerwegs verloren hatten und bei anspruchsvollen Verhältnissen immer wieder einbrachen und schnee- und geländebedingt auch nicht mehr wirklich weiterkamen, da einer der Beiden auch noch Knieprobleme bekommen hatte. Der Versuch, den genauen Standort über die Handys für eine eventuelle bodengebundene Rettung zu ermitteln, scheiterte, so dass die Besatzung des nachgeforderten Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ am Eisenrichter zwei Bergretter für einen Suchflug aufnahm und die Verstiegenen dann südwestlich des Karkopf-Gipfels fand; die Bergretter sicherten sie in Rettungssitzen, so dass sie der Heli mit der Winde in zwei Aufzügen aufnehmen und kurz vor der Dunkelheit ins Tal fliegen konnte, wo sie die Bergwacht mit dem Auto übernahm und zurück nach Bad Reichenhall fuhr. Zwölf Bergretter aus Bad Reichenhall und Freilassing waren bis 16.15 Uhr im Einsatz.